Donnerstag, 23 August 2012 14:30

Scheveningen, Oude Kerk (2006)

Scheveningen, Oude Kerk  (2006) Martijn van der Horst

Jede alte Orgel hat eine Geschichte, die mit Menschen, Epochen und Ereignissen verbunden ist.

Dies macht historische Werke zu einzigartigen Zeitzeugen. Wir spüren Freude, oder keine Freude, Anerkennung und Betroffenheit oder keine, wenn wir sehen, wie Orgelbauer vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gearbeitet haben. Im Klang erfahren wir lebendige Geschichte. Unsere Begeisterung für Orgelrestaurierungen, um damit der Vergangenheit neues Leben einzuhauchen, ist deshalb verständlich. Wir tragen dazu bei, Orgelbaugeschichte in die Zukunft zu überliefern und kommenden Generationen zu vermitteln. Dies macht Restaurieren zu einer höchst befriedigenden Aufgabe!  

G. Steevens erbaut 1765 die Orgel. H.B. Lohman vergrößert die Orgel zwischen 1839 ein 1844 mit einem zweiten Manual (Bovenwerk). 1885 wurden Reparaturen vorgenommen. Orgelbauer De Koff fügte 1935 ein unabhängiges Pedal zu und änderte Register.  Auch änderte er der Spielschrankposition von der Rückseite der Orgel auf die Seite. 
 

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Flentrop restauriert im Jahr 1973 die Orgel. Das Pedal wurde entfernt und der Spielschrank wieder im hinteren Teil der Orgel platziert. Eine neue mechanische Traktur wurde gebaut. Ein separater (fast vollständig geschlossen!) Gehäuse für Pedal mit fünf Registern wurde hinter der Spielschrank gebaut. Alle Pedalregister sind aus Metall.  Leider ist die Position der Windladen und Traktur sehr nah zu einander,  dies macht es fast unmöglich, die Orgelpfeifen des Hauptwerk zu erreichen.

Im Jahr 2005 erhielt Van den Heuvel den Vertrag für Restaurationsarbeiten. 
 
Pfeifenfüsse (Subbas 16' und Prestant 8') wurden ersetzt, Stimmschaden restauriert, Intonationkorrektionen werden durchgeführt.  
 
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Stimmschade
 
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'Schweinschnauze' Subbas 16' und Prestant 8'.
 
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Pedalwindlade.

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Stimmschaden.
 
 
 
Bovenwerk:
 
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Es war unmöglich diese Baarpijp 8' Pfeife zu stimmen.
 
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sowie diese Octaaf 4' Pfeifen...
 
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Abgeführte Roerfluit 8' Pfeifen mit zu enge Windkondukte.....deshalb bekamen diese Pfeifen viel zu wenig Wind.


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Zu wenig Wind, zu wenig kraft .....deshalb hat man die Pfeifen gekürtzt.


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 Baarpijp und Roerfluit Pfeifen werden wieder eingebaut.
 
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Der Oberwerkwindlade ist sehr nah zu dem Hauptwerk......
 
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Aufsatzstücke Baarpijp 8' Pfeife.
 
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Drei 8-Fuss Stimmen Oberwerk: Baarpijp, Roerfluit und Viola di Gamba. Die Pfeifen der Viola di Gamba haben nur Stimmrollen und keine expressions, kleinere Pfeifen sind auf Länge geschnitten.
 
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Alle Labialpfeifen sind wieder auf der Windlade zurück. Der Dulciaan 8' muss ab er noch eingebaut werden.
 

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C und C# Windladen. 
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Hoofdwerk C# Seite.
 
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Ohne die Zungenbecher ab zu nehmen komt man nicht an der Mixtur heran.


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Zugang zum Hauptwerk.   

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Hauptwerk.
 
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Prestant 8' und Bourdon 16'.

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Die Orgel sollte spielbar bleiben, deshalb war es nicht gestattet alle Pfeifen in einem ab zu nehmen.


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Hauptwerk.
 
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Hauptwerk ohne Mixtur.

In 2006 war diese Wiederherstellung fertig.

Weitere Informationen

  • Standort: Scheveningen (NL)
  • Arbeit: Restauratie
  • Disposition:

    Pedaal, C-f1
    Subbas 16' [Metall]
    Prestant 8' [Metall]
    Octaaf 4'
    Bazuin 16' [C-H L/2]
    Trompet 4'

    Hoofdwerk, C-f3
    Prestant 8' [C-h0 façade]
    Bourdon 16' [C-b0 Eiche]
    Quintadeen 8' [C-H in Bourdon 8']
    Bourdon 8' [C-H Eiche]
    Octaaf 4'
    Roerfluit 4'
    Quint 3'
    Octaaf 2'
    Fluit 2'
    Cornet III [diskant: 4'+3'+1 3/5']
    Mixtuur 2' III-V
    Trompet 8'

    Bovenwerk, C-f3
    Baarpijp 8' [C-F# in Roerfluit 8']
    Roerfluit 8' [C-B Holz]
    Viola di Gamba 8' [Ab C]
    Octaaf 4'
    Fluit 4' [gedackt]
    Woudfluit 2'
    Flageolet 1'
    Dulciaan 8'

    Koppeln
    Pedaalkoppel Hoofdwerk
    Pedaalkoppel Bovenwerk
    Manuaalkoppel

    Tremulant

    Mechanische Traktur und Registratur.


Gelesen 4770 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 September 2012 13:21

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