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Pernis, Dorpskerk (2025)

1926 wurde in Pernis eine neue reformierte Kirche gebaut, die von B. Hooijkaas, einem Architekten aus Rotterdam, entworfen wurde. Die Orgel wurde aus der alten Kirche übernommen, ein Instrument der Firma Gebr. Franssen aus dem Jahr 1889. Diese Orgel war zu klein und erwies sich später als von Holzwürmern befallen. Auf Anraten von Piet van den Kerkhoff wurde beschlossen, die Firma G. van Leeuwen & Zoon mit dem Bau einer neuen Orgel beauftragen zu lassen. Die Facade wurde von den Architekten B. Hooijkaas und B. van Veen entworfen. Der Spieltisch befindet sich auf einer Empore gegenüber der Orgel selbst, die über der Kanzel platziert ist. Die neue Orgel wurde am 30. Juli 1939 in Betrieb genommen, wobei der Berater die Orgel spielte. Der Innenraum der Kirche ist noch nahezu original. Die Orgel ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Die Doppelflöte 8 des Hoofdwerks wurde durch eine Rohrflöte 8, die überblasende Openfluit 4 wurde ab c0 durch konische pfeifen ersetzt und die Zusammensetzung der Mixtuur wurde im Diskant geändert.

Der elektropneumatische Mechanismus wurde durch einen neuen elektrischen Mechanismus (BUS-System) ersetzt. Damit das System schnellstmöglich funktioniert, wurde auf alle zusätzlichen pneumatischen Relais verzichtet. Neben der Erneuerung aller Magnete in einer 24-Volt-Version erhält die Orgel eine neue elektrische Steuerung für das Schwellwerk, eine neue Verkabelung und eine neue 24-Volt-Stromversorgung.

Die Bälge für Schwellwerk und Hauptwerk/Pedal wurden neu beledert. Der Schwellkasten wurde nach einem Leck einst mit dünnen Brettern abgedeckt und mit einer abgehängten Decke versehen. Diese Decke wurde in 18 mm starkem Plattenmaterial erneuert und so hoch wie möglich installiert. Die verkleideten Wände wurden ebenso wie die Decke mit 18 mm dickem Plattenmaterial erneuert. Dadurch reflektieren Wände und Decke mehr Schall und beeinflussen die Wirkung der Schwellwerk positiv.

Die Konsole wurde komplett überarbeitet und die Tastaturen wurden restauriert und mit neuen Tasten ausgestattet. Das Holz wurde gereinigt und von allen Lackschichten befreit. Schäden wurden behoben und ein neues Registerbord für die Registerwippen angefertigt. Anschließend wurden die Möbel neu gestrichen. Alle elektrischen Komponenten wurden erneuert. Die einzelne freie Kombination wurde durch ein Setzer-System mit 10.000 frei programmierbaren Kombinationen ersetzt.

 

Demontage

Die Demontage begann im September 2024 und alle Pfiefen der Windladen mussten entfernt werden. Es wurde in der Kirche aufbewahrt. Lediglich die größten Rohre des Schwellwerks mussten zur Reparatur nach Dordrecht transportiert werden.

Balgen

Die Balgen wurde neu beledert. Da die Balgen zu groß war, um ihn vollständig aus der Orgel zu entfernen, wurden zusätzliche Gerüste angefertigt, auf denen die Falten und der Balgdeckel aufliegen. Dieses Gerüst wird bei der Montage auf die Balgbox montiert.

Konsole

Die Spieltischmöbel wurden komplett restauriert und alle Farbschichten entfernt. Die Tastaturen haben neue Tastenoberteile. Alle elektrischen Komponenten sind neu.

Montage

Der Einbau aller Teile der Orgel begann im Januar 2025. Nachdem alles elektrisch angeschlossen war, konnte im Februar die Pfeifen wieder installiert werden.

Additional Info

  • Aktivität: Restaurierung
  • Disposition:
    Hoofdwerk (I),C-g3
    Praestant 8
    Bourdon 16
    Salicionaal 8
    Dubbelfluit 8
    Octaaf 4
    Nachthoorn 4
    Quintpraestant 2 2/3
    Octaaf 2
    Mixtuur 3-4st.
    Cornet 3-5st.
    Trompet 8


    Zwelwerk (II), C-g4
    Hoornprestant 8
    Baarpijp 8
    Quintadena 8
    Viola da Gamba 8
    Voix Céleste 8 (c0)
    Gedekt 8
    Prestant 4
    Openfluit 4
    Nasard 2 2/3
    Terts 1 3/5
    Gemshoorn 2
    Schalmey 8
    Tremulant
    Pedaal (P), C-f1
    Subbas 16
    Zachtbas 16 (tr. Bourdon 16)
    Octaaf 8
    Gedekt 8 (tr. Bourdon 16)
    Koraalbas 4
    Bazuin 16 (c0-f1 tr. Trompet 8)







    Speelhulpen
    I + II
    I + II 16
    I + II 4
    P + I
    P + II
    Tutti
    Setzer
    Generaal Crescendo
    Zweltrede